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Donnerstag, 25.02.2021

Stromverbrauch im Haushalt steigt

Zuletzt haben sich die Meldungen gehäuft, dass der Energie- und Wasserverbrauch in Deutschland unter anderem aufgrund der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020 in Summe niedriger war als in den Vorjahren. Der Blick auf die eigene Jahresabrechnung dürfte da bei vielen Bürgerinnen und Bürgern erstmal für Verwunderung sorgen. Der Verbrauch im privaten Haushalt ist im Vergleich zu den Vorjahren eher gestiegen. Das Mehr an Kilowattstunden lässt sich mit dem veränderten Verbrauchsverhalten aber leicht erklären.  

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat sich das Verbrauchsverhalten in den privaten Haushalten im letzten Jahr zum Teil stark verändert. „Homeoffice, Homeschooling und für die meisten das Allerschlimmste „Urlaub zu Hause“ - all das führte bei vielen zu einem höheren Verbrauch. Der Mehrverbrauch macht sich leider auch auf der Rechnung mit einem höheren Betrag bemerkbar“, erklärt Christian Kutschker, Geschäftsführer der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH.

„Für Deggendorf stellen wir aus der Gesamtbetrachtung fest, dass sich der Stromverbrauch im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent reduziert hat, wobei der bundesweite Wert sogar bei 4,0 Prozent liegt. Das liegt Corona-bedingt größtenteils bei den lastganggemessenen Industrie- und Gewerbekunden. In diesem Kundensegment sehen wir in unserem Netzgebiet einen Rückgang von 3,3 Prozent. Die Entwicklung aus 2020 bricht den Trend aus den vergangenen Jahren, wo regelmäßig ein leicht steigender bis stabiler Trend des Stromverbrauchs bilanziert werden konnte“, so Christian Kutschker.

Dagegen sind die Absatzzahlen im Segment Haushalts- und kleinere Gewerbekunden sowie in der Landwirtschaft praktisch auf dem gleichen Niveau des Vorjahres. Das ist sehr erstaunlich. Allerdings zeigen sich im Vergleich zum Vorjahr in den einzelnen Bereichen signifikante Unterschiede und auch gegenläufige Entwicklungen. „Mit Blick auf die Haushaltskunden stellen wir im Vergleich zum Vorjahr eine Absatzsteigerung von 3,5 Prozent fest. Dagegen hat sich das Verbrauchsverhalten der kleineren Gewerbekunden zum Vorjahr um 5,0 Prozent reduziert. Wenn ich zum Beispiel Sportvereine, Fitnessstudios und Restaurants betrachte, dann verzeichnen wir bei deren Stromverbrauch eine deutliche Reduzierung; der Verbrauchsrückgang macht hier 18,5 Prozent aus. Ähnlich ist diese Entwicklung im Einzelhandel und bei Friseuren: hier stellen wir eine Reduzierung des Stromverbrauchs um 9,3 Prozent fest“, so Christian Kutschker. 

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat sich das Verbrauchsverhalten zum Teil stark verändert. Dass die erwarteten Rückgänge im Einzelhandel, bei Fitnessstudios oder bei Einrichtungen mit überwiegendem Verbrauch in den Abendstunden durch den Mehrverbrauch der privaten Haushaltskunden kompensiert wurden, ist doch überraschend. Diese Verbrauchstrends werden sich in Anbetracht des aktuellen Lockdowns in diesem Winter mit weiteren Einschränkungen im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben auch im Jahr 2021 fortsetzen.

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