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Donnerstag, 17.10.2019

Strom- und Erdgaspreise bleiben unverändert

Am 14. Oktober 2019 haben die Übertragungsnetzbetreiber die neue EEG-Umlage veröffentlicht. Diese wird ab 1. Januar 2020 von derzeit 6,405 ct/kWh auf 6,756 ct/kWh steigen. Da die EEG-Umlage neben weiteren staatlich bedingten Kosten ein Bestandteil des Strompreises ist, wird diese noch mit der Umsatzsteuer beaufschlagt, so dass der private Endverbraucher dann 8,04 ct/kWh effektiv bezahlen muss. Im Internet prophezeien nun Experten, dass eine Welle von Strompreiserhöhungen bevorstehen würde und Verbraucher gut beraten sind, ihren Strom- und Erdgasanbieter schnell zu wechseln.

Christian Kutschker, Geschäftsführer der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH, kann jedoch Entwarnung geben: „Wir werden für unsere Haushaltskunden die Strom- und Erdgaspreise zum Jahreswechsel und auch im gesamten Jahr 2020 stabil halten.“ Denn, so Christian Kutschker, ist die EEG-Umlage nicht der einzige Preisbestandteil des Strompreises. „Der Preis für eine Kilowattstunde Strom besteht aus drei Bausteinen“ erklärt Christian Kutschker. „Der erste Baustein heißt Energie-Einkauf und Vertrieb. Nur diesen können wir aktiv beeinflussen. Er macht nur etwa ein Viertel des Strompreises aus. Die beiden anderen Bausteine sind Netzentgelte sowie Steuern, Abgaben und Umlagen. Hier werden uns die Preise vorgegeben und sind damit von uns nicht beeinflussbar.“

Mittelfristig erwartet der Geschäftsführer jedoch auch steigende Strompreise. „Wir sehen seit dem Jahr 2017 steigende Einkaufspreise an den Energiemärkten. Wir kaufen hier vorausschauend ein und optimieren unsere internen Prozesse, aber irgendwann werden wir auch hier nicht herumkommen, die deutlich höheren Beschaffungskosten an unsere Kunden weiterzugeben.“

Die Energiewende erfordert, so Christian Kutschker, einen Umbau der Versor-gungsnetze und eine laufende Anpassung an die fluktuierende Erzeugung aus erneuerbaren Anlagen. Dies kann nicht umsonst geschehen, auch wenn die Energiewende eine gute Sache ist. Deswegen sind die Netzentgelte bereits in den letzten Jahren gestiegen und sie werden auch künftig steigen, insbesondere auch deshalb, weil ein Teil der notwendigen Leitungen für die benötigten Stromautobahnen unterirdisch verlegt werden. Dies ist erheblich teurer als die übliche Bauweise mit Hochspannungsmasten.

Beim dritten Kostenblock, den staatliche bedingten Preisbestandteilen wie EEG- und KWKG-Umlagen, Offshore-, Haftungs- und Abschaltbare-Lasten-Umlage sowie Konzessionsabgabe und Stromsteuer, glaubt Christian Kutschker nicht daran, dass die Summe dieser Belastungen sinken wird. „Zwar leistet die im Klimaschutzpaket versprochene Absenkung der EEG-Umlage sicherlich ihren Beitrag zur Dämpfung des Stromkostenanstiegs. Aber die gleichzeitig beschlossene CO2-Steuer wird sich wohl preistreibend auswirken, auch wenn der Preiskorridor für die Tonne CO2 recht niedrig angesetzt ist.“

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Kontakt

Lisa-Marie Weiß

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lisa-marie.weiss@stadtwerke-deggendorf.de