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Freitag, 17.05.2024

Stadtwerke feiern 125-jähriges Bestehen

Seit nunmehr 125 Jahren sind die Stadtwerke verantwortlich für die Energieversorgung Deggendorfs. Damals wie heute ist das Unternehmen der Stadt Deggendorf ein verlässlicher Partner, lokaler Arbeitgeber und somit fest in der Stadt verwurzelt. Gerade die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, wie wichtig Stabilität und Verlässlichkeit in Zeiten einer sich verändernden Welt sind. „Für uns stehen die Bedürfnisse und Interessen der Deggendorfer Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund“, betont Alexander Springer, Geschäftsführer des Energieversorgers.

Bildnachweis: STADTWERKE DEGGENDORF GmbH

Am Anfang war die Straßenbeleuchtung
Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der erste Auftrag zur Errichtung einer Straßenbeleuchtung erteilt. Über die folgenden Jahrzehnte wurde diese mit den unterschiedlichsten Brennmitteln betrieben, von Tierfett über Petroleum bis hin zu Gas. Jedoch war man mit den hohen Kosten und der geringen Leuchtkraft unzufrieden. Der Deggendorfer Stadtrat erkannte, dass das elektrische Licht die Zukunft ist und fasste in der Sitzung vom 18. Dezember 1895 den grundsätzlichen Beschluss zur Einführung einer elektrischen Straßenbeleuchtung. Im Jahr 1899 schloss dann die Stadt Deggendorf und die Elektrizitätsgesellschaft Erwin Bubeck aus München einen Vertrag zur Errichtung einer „Elektrischen Centrale“. Dieser Vertrag markiert die Geburtsstunde des heutigen Versorgungsunternehmens. Um für das Projekt die maximale Aufmerksamkeit zu gewinnen, wählte man als Zeitpunkt für die Inbetriebnahme der elektrischen Straßenbeleuchtung keinen weniger spektakulären Zeitpunkt als die Stunde des Jahrhundertwechsels an Silvester 1900. „Die ganze Stadt erstrahlte beim ersten Glockenschlage, welcher das Ende des 19. Jahrhunderts anzeigte, in feenhafter Beleuchtung…“, berichtete damals eine lokale Tageszeitung nachdem die Lichter angingen.

Aufgabenbereiche stetig gewachsen
Damals waren elf Mitarbeiter und ein Leiter für den Betrieb der „Elektrischen Centrale“ und der Straßenbeleuchtung zuständig. Im Laufe der 125-jährigen Firmengeschichte ist eine Vielzahl an Aufgaben dazugekommen, als nächstes handelte es sich dabei um die Wasserversorgung. Im Zeitraum zwischen 1928 und 1964 wurden zahlreiche eigene Quellen erschlossen, die bis heute einen beachtlichen Teil des Trinkwasserbedarfs Deggendorfs decken. Im Jahre 1940 erfolgte auch formell die Zusammenführung der Bereiche Trinkwasser und Strom zur rechtlichen Einheit „Stadtwerke der Stadt Deggendorf“. 
Besonders hervorzuheben ist, dass man bereits seit 1930 mit dem Wasserkraftwerk Hammermühlbach eigenen Ökostrom erzeugt. Dieses Kraftwerk lieferte seit Inbetriebnahme rund 50 Mio. kWh Ökostrom aus Wasserkraft und wird auch heute noch betrieben.

Der Betrieb von Bädern markiert einen weiteren Meilenstein in der Historie des Versorgungsbetriebs. Nachdem man zunächst Hallen- und Freibad an zwei Standorten im Zentrum bzw. im Stadtpark betrieben hatte, folgte im Jahr 2003 die Eröffnung des Freizeit- und Erlebnisbads elypso im Ortsteil Natternberg. Damals entschied man sich für ein Ganzjahreskonzept mit Saunawelt, was sich später als zukunftsweisende Entscheidung und Basis des heutigen Erfolgs herausstellen sollte. In den letzten 20 Jahren entwickelte sich das elypso zu einer der erfolgreichsten Freizeitattraktionen im niederbayerischen Raum, was die jährlich über 420.000 Besucher eindrucksvoll belegen.

Seit rund 25 Jahren betreiben die Stadtwerke ein eigenes Glasfasernetz mit einer Gesamtlänge von rund 170 Kilometern. So leisten die Deggendorfer Stadtwerke einen wichtigen Beitrag, um die Stadt zukunftsfähig für das digitale Zeitalter zu machen. Im Jahr 2017 ging das Erdgasnetz in das Eigentum der Stadtwerke Deggendorf über. Seit sechs Jahren kümmert sich das Team der Stadtwerke auch um das Thema Elektromobilität. Im Jahr 2018 wurden die ersten Ladesäulen errichtet und heute betreibt man bereits 38 öffentliche Ladepunkte und ist somit größter Anbieter von Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet.

Das Team macht den Unterschied
Diesen vielfältigen und äußerst anspruchsvollen Aufgaben widmen sich aktuell die knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke und des elypso. „In einer immer komplexer werdenden Energiewelt stellt sich mein Team jeden Tag aufs Neue den Aufgaben und Herausforderungen, die uns erwarten. Dabei haben wir die Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche unserer Kundinnen und Kunden immer fest im Blick“, betont Geschäftsführer Springer. „Ziel unserer Stadtwerke ist seit jeher eine stabile und verlässliche Energie- und Wasserversorgung, und das zu fairen Preisen. Für diese wichtige Aufgabe ein eigenes Energieversorgungsunternehmen im städtischen Verbund zu haben, ist für uns enorm wertvoll. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den unermüdlichen Einsatz, was gerade in den letzten Jahren enorm herausfordernd war und immer noch ist“, unterstreicht der Aufsichtsratsvorsitzende Oberbürgermeister Dr. Christian Moser.

Regional, nachhaltig und fair
„Regional denken, nachhaltig handeln und fair wirtschaften, das ist unsere Philosophie“, erklärt der Geschäftsführer, Alexander Springer. Er sieht das Traditionsunternehmen für die Zukunft gut gerüstet und blickt optimistisch auf die bevorstehenden Aufgaben. „Mit innovativen Lösungen und vollem Engagement sind wir bereit unseren Beitrag für eine nachhaltige Zukunft und ein lebenswertes Deggendorf zu leisten“, hebt Springer hervor.

Zeit zu feiern
Anlässlich des 125 -jährigen Jubiläums haben sich die Stadtwerke Deggendorf als Dankeschön für die treuen Kundinnen und Kunden und die Deggendorfer Bürgerinnen und Bürger verschiedene Aktionen und Events, verteilt über das ganze Jahr hinweg, einfallen lassen. So ist im Juli eine erlebnis- und lehrreiche Aktionswoche unter dem Motto „Energy School“ geplant. Hierzu werden die 8. Klassen der Deggendorfer Schulen eingeladen und den Schülerinnen und Schülern wird das Thema Energie durch zahlreiche Mitmach-Aktionen nähergebracht. 

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