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Montag, 30.08.2021

Mehr als 6,6 Mio. € für die örtliche Infrastruktur

Maßnahmen dienen primär der Versorgungssicherheit und -qualität.

Im Jahr 2021 baut die STADTWERKE DEGGENDORF GmbH die Strom-, Erdgas- und Wassernetzinfrastruktur weiter aus. Alle Maßnahmen dienen dazu, die Versorgungssicherheit und -qualität sicherzustellen. Daneben wird auch das Glasfasernetz erweitert. Zusammen mit den Vorhaben im elypso Freizeit- und Erlebnisbad werden im Geschäftsjahr 2021 für Investitionen und Unterhaltsmaßnahmen mehr als 6,6 Mio. € ausgegeben.

Das Unternehmenskonzept der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH ist mit der Netzinfrastruktur konsequent darauf ausgerichtet, den Standort Deggendorf im Strom-, Erdgas-, Wasser- und Glasfaserbereich mit einem leistungsfähigen und versorgungssicheren Netz rund um die Uhr zu stärken. 

Deshalb werden für Erneuerungs-, Erweiterungs- und Ersatzmaßnahmen von technischen Anlagen und Netzen, in der elypso Badewelt sowie bei Liegenschaften im Geschäftsjahr 2021 Investitionsmittel von 3,8 Mio. € verwendet. Das Instandhaltungsprogramm sieht Maßnahmen in Höhe von 2,8 Mio. € vor. „Wir werden im laufenden Jahr rund 6,6 Mio. € ausgeben, um mit einer leistungsstarken Energie- und Wasserversorgung sowie dem Glasfasernetz einen wertvollen Beitrag für das Funktionieren des öffentlichen Lebens zu leisten. Mit der Sanierung und Attraktivierung der elypso Badewelt erwartet die Gäste im Freizeit- und Erlebnisbad künftig eine völlig neue Dimension von Freizeit und Erlebnis“, erklärt Christian Kutschker, Geschäftsführer der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH.

Strom
Für die Instandhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Stromversorgung gibt die STADTWERKE DEGGENDORF GmbH im Geschäftsjahr 2021 rund 2,3 Mio. € aus. „Einerseits zielen wir mit unseren Maßnahmen im Strombereich darauf, die Netze instand zu halten, zu erneuern und zu erweitern. Andererseits müssen wir unser Nieder- und Mittelspannungsnetz an vielen Stellen ausbauen, um den aus dezentralen, regenerativen Erzeugungsanlagen eingespeisten Strom aufnehmen und das Innovationsfeld Elektromobilität weiter voran treiben zu können“, erläutert Franz Seidl, Leiter Fachbereich Stromnetze und Anlagen.

Eine Besonderheit im Stadtwerke-Netz ist der mittlerweile hohe Anteil an regenerativer Energie. Die ins Stadtwerke-Netz integrierten EEG-Anlagen haben laut Christian Kutschker eine Leistung von 36.270 kW. Dabei haben die etwa 1.350 Photovoltaik-Anlagen mit rund 29.700 kWpeak den Hauptanteil und speisen in unser Netz ein, so Christian Kutschker. 

Die Schwerpunkte des Bauprogramms im Strombereich betreffen in 2021:
  • Im Mittelspannungsnetz müssen die Leitungen zwischen der Trafostation Poschingerstraße und dem Schalthaus Waffenhammer ausgetauscht werden. Daneben ist das Baugebiet Immersbühl und Schachinger Gärten zu erschließen; 
  • Um- und Ausbau mehrerer Trafostationen und die Verstärkung von einzelnen Abschnitten. Diese Maßnahmen betreffen primär die Trafostationen bei den beiden Baugebieten Immersbühl und Schachinger Gärten;
  • Ausbau des bestehenden Stromnetzes sowie den Bau von neuen Trafostationen für das immer weiter fortschreitende Interesse an der Elektromobilität; 
  • Ebenso müssen die bestehenden technischen Anlagen im Netzgebiet regelmäßig inspiziert, geprüft, gewartet und gegebenenfalls repariert werden. Darunter fallen beispielsweise die nahezu 1.000 Kabelverteilerschränke und ca. 250 Transformatorstationen. Noch vorhandene und bereits durch Kabel ersetze Freileitungen müssen ebenfalls rückgebaut werden;
  • Herstellung von Hausanschlüssen;
  • Trafowechsel in Trafostationen (turnusmäßig und teilweise bedingt durch dezentrale Einspeiser);
  • Überprüfung von 30 Schutzgeräten.
Erdgas
Der Ausbau des Erdgasnetzes (Erweiterung von Ortsnetzleitungen) sowie Hausanschlüsse werden einen Betrag von ca. 0,5 Mio. € beanspruchen. Die größte Einzelmaßnahme wird der zweite Bauabschnitt im Ortsteil Mietraching sein, wo Ende Oktober/Anfang November die Schulstraße, die Hochsteinstraße, die Sonnenstraße, die Kiefernstraße, die Fichtenstraße und der Hainer Weg an das bestehende Erdgasnetz angeschlossen werden. Mit dem zweiten Bauabschnitt kann die Grundschule Mietraching mit Erdgas beliefert werden. Daneben können weitere Kunden ihre Wohnungen oder Häuser mit moderner Erdgastechnik sehr effizient, bequem und preiswert heizen.

Wasser
Das Netzgebiet der Wasserversorgung umfasst 77,2 qkm und ist mit dem Stadtgebiet von Deggendorf deckungsgleich. Somit werden rund 37.000 Einwohner zuverlässig mit Wasser beliefert. Es steckt viel Aufwand dahinter, stets Wasser in einwandfreier Qualität liefern zu können, da die STADTWERKE DEGGENDORF GmbH eine komplexe Infrastruktur vorhalten. Durch die topographischen Gegebenheiten werden zahlreiche Hochbehälter, technische Anlagen wie beispielsweise Aufbereitungs-, Druckerhöhungs- oder Druckminderungsanlagen sowie ein umfangreiches, rund 400 Kilometer langes Rohrnetz betrieben. Die Wasserqualität wird laufend überprüft. So werden jährlich routinemäßig 50 Wasserproben aus dem Versorgungsnetz und den Trinkwasseranlagen entnommen und von einem Labor auf alle gesetzlich vorgeschriebenen Parameter überprüft. Die Stadtwerke-Mitarbeiter führen darüber hinaus täglich Messungen des pH-Werts und der Leitfähigkeit durch, um negative Veränderungen der Umwelt im Wassereinzugsgebiet sofort zu bemerken und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das Deggendorfer Trinkwasser ist überdurchschnittlich gut, alle untersuchten Parameter liegen deutlich unter den Grenzwerten. Auch das andernorts oft problematische Nitrat liegt in Deggendorf zwischen 4,6 und 8,4 mg/l und ist damit vom Grenzwert 50 mg/l weit entfernt. 

Im Bereich der Wasserversorgung werden rund 0,3 Mio. € in den Ausbau der Gewinnungs-, Speicherungs- und Verteilungsanlagen investiert. Wesentliche Maßnahmen sind:
  • Entsäuerungsanlage (UV-Anlage) im Hochbehälter Frohnreut;
  • Erneuerung des Wasserrohrnetzes in Mietraching (zusammen mit der erdgasseitigen Erschließung);
  • Erschließung Baugebiet Schachinger Gärten; 
  • Umbauarbeiten in den Hochbehältern Stadt-Au und Dippling;
  • Kompletterneuerung der Pumpstation am Waffenhammer.
Für Unterhaltsmaßnahmen sind insgesamt 1,2 Mio. € geplant, die primär für Quellfassungen, Hochbehälter, Pumpanlagen, das Rohrnetz und Hausanschlüsse verwendet werden.

„Mit den Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen verfolgen wir das Ziel, die Wasserversorgung und die Lieferung von Trinkwasser jederzeit in ausreichender Menge, mit ausreichendem Druck, in hygienisch einwandfreier Qualität und möglichst störungsfrei zur Verfügung zu stellen“, so Dominik Kraus, Leiter Fachbereich Erdgas-, Wassernetze und Anlagen. 

Weitere Vorhaben
Für intelligente Messsysteme, für Hard- und Software sowie für allgemeine Maßnahmen sind 0,2 Mio. € vorgesehen. Im elypso wird primär für die Sanierung und Attraktivierung der Badewelt ein Betrag von 2,1 Mio. € verwendet.

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Kontakt

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