In Versorgungsbereich Schaufling ist es aufgrund der Netzinfrastruktur jüngst zu Empfehlungen zur Reduktion des Trinkwassergebrauchs für bestimmte Nutzungsformen gekommen, wie z.B. Gartengießen. Dabei handelt es sich jedoch um Ausnahmen, die nicht für eine generelle Situationsbeschreibung geeignet sind. Die Hitze und der ausbleibende Niederschlag wirken sich bei vielen Wasserversorgern durch eine höhere Wasserabgabe aus. 

So verzeichnet die SWD einen merklichen Anstieg der Trinkwasserabgabemenge. Im Monat Juli lag diese 2,6 Prozent über der Menge des Vorjahresmonats.

In Bayern wird Trinkwasser überwiegend aus Grundwasser gewonnen. Allerdings sind die Grundwasservorkommen nicht überall gleich gegeben. Für die SWD gilt, dass ein Teil des Trinkwassers in unmittelbarer räumlicher Nähe zu den Kunden aus heimischen Quellen gewonnen werden kann, während der überwiegende Teil des Wasserbedarfs mit Waldwasser aus der Trinkwassertalsperre Frauenau durch die Wasserversorgung Bayerischer Wald gedeckt wird.

Probleme im Bereich Eichberg/Boxbach

 Schon in den vergangenen Jahren kam es im Bereich Eichberg-Boxbach zu einer Verkeimung des Wassernetzes. Das Problem haben wir aktuell erneut, so Christian Kutschker. Das Trinkwasser in diesem Bereich kommt aus der Entsäuerungsanlage Boxbach und wird dort aufbereitet, über eine Ultrafiltration und UV-Bestrahlung entkeimt, gereinigt und anschließend in das Leitungsnetz geleitet. Das Wasser dieser Anlage wird mehrmals im Jahr auf diverse Parameter überprüft; diese werden auch veröffentlicht. 

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Ursache zu lokalisieren, was bisher erfolglos war. Unsere Vermutung ist, dass eine Eigenversorgungsanlage, ein Hauswasserwerk oder eine Brunnenanlage mit dem Leitungsnetz der SWD verbunden ist und daraus die Probleme entstehen, so Christian Kutschker.

Eine solche Verbindung darf in keiner Weise mit dem Leitungsnetz der SWD bestehen. Aus diesem Grund wurden nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt sämtliche Hausbesitzer angeschrieben und mit einem Merkblatt informiert. 

Klimawandel wird auch die Wasserversorgung vor neue Herausforderungen stellen 

Seit mehreren Jahren sind in einigen Regionen Bayerns sinkende Grundwasserpegelstände festzustellen. Insbesondere eine Veränderung der Niederschlagsverteilung über das Jahr gesehen wird hierfür als Hauptgrund angeführt. Dafür wiederum wird der Klimawandel verantwortlich gemacht. Im Allgemeinen wird von den Klimaexperten erwartet, dass sich längere trockene Perioden mit längeren nassen Perioden abwechseln. Damit kommt naturgemäß der Speicherung von Trinkwasserressourcen eine höhere Bedeutung als bisher zu. 

Trinkwasser aus der Leitung – ein idealer Durstlöscher besonders an heißen Tagen

Kühl und klar kommt das Trinkwasser in bester Qualität jederzeit aus der Leitung. Es ist ein idealer Durstlöscher, hat keine Kalorien, wirkt erfrischend, ist gesund und kommt immer aus unserer Region. Ein paar kräftige Schluck Trinkwasser sind zum Beispiel bei einer sommerlichen Radtour in jedem Fall erfrischend und noch dazu sehr preiswert.